Teich-Doktor-Shop

AquaGreen® Produkte für Schwimmteiche

1. Einleitung
2. Planung
3. Bauplanung
4. Folie und Abdichtung
5. Baugrube
6. Pumpen und Armaturen
7. Gestaltung der Uferränder incl. Verweilplätze
8. Algen und Pflanzen
9. Kosten
10. Weitere Informationen und Nachschlagewerke

1. Einleitung

Mitte der 80iger Jahre wurde die Schwimmteichtechnik in Österreich entwickelt. Seither hat sich der Schwimm- und Badeteich mehr und mehr im Bereich der Freizeitgestaltung, als auch als Alternative zu privaten und kommunalen Schwimmbädern bzw. Swimmingpools etabliert. Der Bau von Schwimm- und Badeteichen ist mittlerweile zum Exportschlager geworden und erfreut sich auch im Ausland immer größerer Beliebtheit. Alt- sowie Neuteichbesitzer möchten als Idealvorstellung einen reinen Naturteich, ohne jegliche Technik als Schwimmteich betreiben. Eine weitere Anwendergruppe akzeptiert im gewissen Umfang eine technische Ausrüstung, um eine Wasserreinigung gezielter optimale Badewasserqualität zu erreichen.
In den vergangenen Jahren konnten umfangreiche Erfahrungen gesammelt werden, insbesondere wie Fehler beim Bau und Betrieb von Schwimmteichen vermieden werden können. Um die AquaGreen®-Produkte effektiv und mit max. Wirkungsgrad einsetzen zu können, ist es daher unumgänglich, die Randbereiche genauer zu betrachten und zu erläutern. Nur bei einer ganzheitlichen Konzeption und deren entsprechende Umsetzung ist auch nach Jahren die Funktion und der Betrieb eines natürlichen Schwimmteiches mit guter Badewasserqualität möglich. Die nachfolgenden Erläuterungen sollen dem Interessenten einen Überblick über den Stand der Technik der wichtigsten Planungs- und Ausführungsschritte sowie einige weitere Vorschläge und Tipps zur Optimierung des Schwimmteichbetriebes vermitteln. Natürlich ist diese relativ junge Technik noch in der Phase der Weiterentwicklung, so dass nur ein genereller Überblick vermittelt werden kann.

2. Planung

Bevor der Neubau bzw. Umbau vorhandener Teichanlagen zu einem Schwimm- und Badeteich begonnen werden kann, muss zunächst einmal festgelegt werden, mit welcher Technik der Schwimmteich betrieben werden soll. Hier gibt es neben der sogenannten Eintopf- bzw. Einkammertechnik, auch die Zweitopf- bzw. Mehrkammersysteme, die grundsätzlich festlegen, in welcher Art und Weise der Schwimm- und Regenerationsreinigungsbereich konzipiert werden soll.

Bei der Eintopf/Einkammertechnik handelt es sich um einen gemeinsamen Teich, in dem der Bereich schwimmen und der Bereich Regeneration/Wasseraufbereitung sich befindet. Dabei wird von der gesamt zur Verfügung stehenden Fläche, ca. 50-60% für den Regenerationsbereich abgetrennt. Also bleibt für die effektive Nutzung, d.h. zum Schwimmen ein Bereich von 40-50% übrig. Der nicht zum Schwimmen zur Verfügung stehende Teil, wird als nicht durchströmter Filter, in Form eines sogenannten Bodenfilters, der mit Wasserpflanzen und Uferpflanzen bepflanzt wird, konzipiert. Eine Abwandlung von dieser Grundvariante ist eine zirkulierende, durchströmte Variante, die z.B. durch den Betrieb einer Pumpe und der Gestaltung eines künstlichen Bachlaufes eine gewisse Umwälzung des Wassers durchführt. In Ergänzung hierzu kann dann noch eine Filterzone geschaffen werden, durch die das Wasser strömt, um die Reinigungsleistung zu verbessern. Diese Einkammer/Eintopfsysteme sind die üblichen Systeme, für kleinere Schwimmteiche mit geringer Publikumsfrequenz.

Bei dem Zweitopf/Mehrkammerschwimmteich wird der zuvor beschriebene Regenerationsbereich in einen zweiten komplett getrennten Bereich ausgelagert. Wiederum wird als Basistechnologie ein Bodenfilter (Retentionsbodenfilter, siehe Informationsschrift Nr 47, die Sie gerne beispielsweise per Mail bei uns bestellen können)

verwendet, jedoch wird das Wasser vom Schwimmbereich mittels einer Umwälzpumpe in die Aufbereitungszone gepumpt, um hier gezielt gereinigt zu werden. Generell wird diese Technik bei einer stärkeren Frequentierung bezüglich Schwimm- und Badebetrieb verwendet. Auch ist hiermit die reine Schwimmzone deutlich größer als bei der zuvor beschriebenen Einkammertechnik. Für den Wasserverbrauch ist die Zweikammertechnik sehr ökonomisch, da bei längeren Trockenständen, z.B. bei anhaltend guten Sommerwetter, der schwankende Wasserstand über den Regenerationsbereich kompensiert werden kann, ohne das Frisch-/Neuwasser hinzu gegeben werden muss. Eine Weiterentwicklung des Mehrkammersystems besteht aus weiteren Becken, so dass in dem Becken für die Schwimmtätigkeit komplett auf eine Bepflanzung und Vegetation verzichtet werden kann. Der gesamte Regenerationsbereich ist hier ausgelagert und bietet sich bei hohen Frequenzen z.B. beim Schwimmbetrieb in öffentlichen Bereichen an.
Der Hauptunterschied zur herkömmlichen Bädertechnik bleibt jedoch, dass auf die sehr aufwendige Wasseraufbereitung in Form von mechanischen Tiefen oder Oberflächenfiltern einer Behandlung mit Ozon, Chemikalien wie z.B. Chlor einer Behandlung mittels UV-Generatoren u.ä. Techniken komplett verzichtet wird.

Nach der Philosophie des BGS AquaGreen®-Systems, die speziell für kleinere Schwimmteichanlagen auslegt wurde, steht der klassische Naturteich mit entsprechender natürlicher Wasserbehandlung im Vordergrund. Nur in den absolut unvermeidbaren Bereichen, wie z.B. Umwälztechnik (Pumpen, Skimmer, Ventil und Regeltechnik) sowie bei der Dichtungsbautechnik (z.B. Folien, Kapillarsperren, etc.) wird die nachfolgend beschriebene Technik mit den natürlichen Komponenten kombiniert.

Grundsätzlich hat sich in den vergangenen Jahren die Erkenntnis entwickelt, dass das Verhältnis zwischen Regenerations- und Schwimmbereich mindestens bei 1:1 liegen sollte und dass je kleiner der Schwimmteich konzipiert wird, desto mehr Technik und Aufwand für eine gute Wasserqualität eingesetzt werden muss. Kleinstanlagen, ohne jeglichen Einsatz von Technik, sind daher mittelfristig bezüglich der Betriebs- und Wasserqualitätsanforderungen nicht zu empfehlen. Als Kleinstanlagen werden Badebereiche zwischen 20 – 80m² definiert, darüber hinaus, d.h. > 80m² bis 250m² werden als Normal/Privatanlagen definiert, die als reine Naturanlagen konzipiert und betrieben werden können. Schwimmteiche über diese Größen hinaus, werden zunächst in den nachfolgenden Kapiteln nicht weiter betrachtet.

3. Bauplanung

Bei der Planung muss nun als nächster Schritt festgelegt werden, welche Größen für den Teich zur Verfügung stehen können, wobei der Teich so positioniert werden sollte, dass zwischen 4 - 6 Stunden Sonneneinstrahlung möglich ist, also nicht im Vollschatten und auch die direkte Nachbarschaft von Bäumen auf ein Mindestmaß reduziert wird. Ebenfalls sollte von vornherein die Möglichkeit der späteren Wasserversorgung (Regenwasser, Frischwasser) mit in die Planung einbezogen werden und ggf. von vornherein entsprechende Rohrleitung, z.B. zur Integration des abgeleiteten Dachregenwassers, eingeplant werden. Fremdwassereinträge, ob nun vom Dach oder als Frischwasser oder (möglichst zu vermeiden) durch Sickerwasser bzw. durch Niederschläge bringt jedoch ganz spezielle Probleme mit sich. Hier müssen in der Zuführung des Fremdwassers ggf. Vorreinigungsstufen konzipiert werden, um von vornherein keinen Eintrag, z.B. von unerwünschten Nährstoffen, zu vermeiden. Auch Fragen, wie wartungsfreundlich der spätere Betrieb gestaltet werden soll, ob eine Beleuchtung gewünscht ist und wie die Aufenthaltsplätze des Badepublikums gestaltet werden sollen, müssen schon in der ersten Planungsstufe konzeptionell berücksichtigt werden. Hierbei handelt es sich u.a. ggf. um erforderliche Leitungsversorgungen für Strom und andere Versorgungsleistungen, die ggf. großzügig durch Verwendung von Leerrohren von vornherein eingeplant werden sollten.

Nachdem diese grundsätzlichen Planungsfragen geklärt wurden, ist noch zu überprüfen, in welchem Umfang eine Baugenehmigung erforderlich sein kann. Teilweise sind Baugenehmigungen, je nach Region, nur im Falle des Bau´s im Außenbereich erforderlich. In anderen Fällen gibt es die Regel, dass bei Schwimmteichen mit einem Wasserinhalt >= 100m³ eine Baugenehmigung erforderlich ist. Viele Bauämter sind bei der Klärung, ob und in welchem Umfang Baugenehmigungen erforderlich sind überfordert, so dass man hier mit einem längeren Prüfungsaufwand und entsprechender Dauer rechnen muss. In anderen Fällen schaltet sich auch noch das Kreisgesundheitsamt bzgl. der Einhaltung von Wasserqualitäten oder Naturschutz/Wasserschutzbehörden um die Herkunft des einzuspeisenden Wassers und einer eventuellen Belastung des Grundwassers zu klären.

Auch hier gibt es wieder eine Faustregel: billiges Bauen = später hoher Pflegeaufwand. Bei der Planung des Schwimmteiches ist von vornherein ebenfalls festzulegen, wo die Ein- und Ausstiege für den Schwimmteich positioniert werden sollen. Um später noch Nachrüstungsmöglichkeiten nutzen zu können, wird empfohlen, dass die Leerrohre mindestens einen Durchmesser von 100mm haben sollten. Die Rohre sollte mind. 40-50 cm unter der Oberfläche verlegt werden, so dass auch ggf. eine Wasserleitung mit in die Leerrohre gelegt werden kann.

Auch die Bauzeitenplanung ist zu beachten, damit nicht durch die Schlechtwetterperioden ein monatelanger Stillstand, z.B. direkt nach dem Erdaushub erfolget, die dann zu entsprechendem Mehraufwand (Abrutschen der ausgehobenen Böschung etc. führen können).
Auch die Klärung, welche Mengen an Aushub und wohin der Abtransport erfolgen soll, sind von vornherein zu definieren. Als Faustregel gilt, dass bei einer Fläche von ca. 75m² ungefähr 150-180m³ Bodenaushub entstehen.

4. Folie und Abdichtung

Bei den Teichfolien unterscheidet man generell zwischen 3 Arten von Materialien: EPDM, PVC und HDPE. Die Folien gibt es als Rollenware bzw. als vorkonfektionierter Zuschnitt von der Rolle oder als reine Sonderkonfektion. Diverse Unternehmen haben sich auf die Lieferung und ggf. Verlegung der Folien spezialisiert. Die günstige Abdichtung besteht aus PVC-Folien, besser und ökologisch unbedenklich sind EPDM Elastomerfolien (ohne Weichmacher).
Die üblichen Folienstärken liegen zwischen 0,5 – 2mm, wobei hauptsächlich die Stärkenbereiche zwischen 0,8-1,2mm Anwendung finden. Der Vorteil von EPDM liegt bei der größeren Sicherheit bezüglich Dichtigkeit und auch bei dem schnelleren Einbau durch Vorkonfektionierung. Ebenfalls kann unabhängig von Witterungseinflüssen die Folie fast zu jeder Temperatur verlegt werden. D.h. die Folie wird nicht steif und bleibt bei den üblichen Außentemperaturen elastisch. Auch der ökologische Aspekt (immerhin wollen wir einen möglichst natürlichen Schwimmteich bauen) spricht für die EPDM, die ökologisch unbedenklich und aus recycelbaren Material hergestellt werden. Diese Vorteile haben natürlich ihren Preis. Bei PVC, der eindeutig günstigeren Variante, kommen neben den umweltbelastenden Problemen auch noch die Belastung durch giftige Dämpfe
beim Verschweißen von PVC hinzu. Eine Reparatur von PVC-Folien ist deutlich eingeschränkter als bei EPDM-Folien. EPDM-Folien sind mit relativ geringen Aufwand reparabel. Grundsätzlich muss darauf geachtet werden, dass die Planen wurzelfest sind. Die Varianten in schwarzer Farbe bieten hierbei die besten Eigenschaften. Auch sollte man auf die Rutschfestigkeit der Plane achten. Natürlich machen sich in vielen Bereichen, die grünen PVC-Folien optisch besser, jedoch gibt es im Fachhandel mittlerweile auch im Bereich EPDM entsprechende Alternativen. Auf jeden Fall müssen die Folien verrottungsfrei und fäulnisbeständig sein, sowie ebenfalls als auch blei- und cadmiumfrei. Eine weitere Variante sind Folien aus Polypropylen (PP) die es z.B. in Stärken um 1,5mm und grünen Oberflächen gibt. Bei der späteren Verlegung sollte man von vornherein beachten, dass die Folien z.B. auf Rollen angeliefert ein extrem hohes Gewicht haben können. Bei größeren Teichanlagen bietet es sich daher an, ggf. bei der Konfektionierung Hebeschlaufen anschweißen/ankleben zu lassen, damit man dann mit einem Kran die Folie schnell und effektiv und insbesondere beschädigungsfrei in das vorbereitete Schwimmteichprofil einlegen zu können. Dieser Kran kann auch später, z.B. bei der Einbringung des Kieses und des Sandes sehr gute Dienste leisten, so dass durch diese Vorteile eine messbare Zeitreduzierung vorhanden ist.

Leider ist die Undichtigkeit immer wieder ein Problem, so dass eventuell eine Leckagekontrolle erfolgen muss. Als eine gängige Kontrollmöglichkeit gegen Undichtigkeiten gilt die sogenannte Undichtigkeitsprüfung mit Strom (40 V), da Strom immer Kontakt zur Erde sucht. Hierdurch kann man den Stromfluss messen mittels eines Impulsgenerators. Die Umhüllung wird an einem ringförmig verlegten Kabel, die durch die Feuchtigkeit in die gesamte Filteroberfläche geleitet wird, festgestellt. Ein Ausräumen des soeben gebauten Teiches ist also nicht erforderlich. Die Abdichtung an der Unterseite hat Verbindung zur Erde, daher muss der Impulsgenerator über das Anschlusskabel über einen Schutzleiter geerdet werden und der Pluspol des Gerätes mit einer Erdungsbuchse verbunden, sucht sich nun durch den Stromimpuls den Weg von der Erde (+) über die Feuchtigkeit, durch die eventuelle Beschädigung der Abdichtung hindurch nach allen Seiten zur Ringleitung (-). Diese Ringleitung ist mit dem Pluspol des Impulsgenerators verbunden. Mit einem Empfänger wird dann die Fließrichtung des Stroms gemessen. So ermittelt man die Austrittstelle des Impulses. Voraussetzung für dieses System ist, dass die Abdichtung auf beiden Seiten immer feucht ist. Es ist egal, ob hier unterschiedliche Nässen unter Wassertiefen vorhanden sind. Auch die Auflage (Pflaster, Kiesel, Erde, Beton o.ä. Materialien) ist egal.

5. Baugrube

Nach grundsätzlicher Festlegung der Größe und Form und der entsprechenden Markierung erfolgt der Aushub und die Entsorgung des entsprechenden Aushubmaterials. Bei der nachfolgenden Modellierung sind zunächst die örtlichen Bodenbeschaffenheiten zu berücksichtigen. Bei sehr bindend lehmhaltigen Böden ist die Gefahr der Böschungskantenabbrüche relativ gering. Bei sandigen Böden erhöht sich die Gefahr deutlich. Daher muss nach der Modellierung ggf. eine Stabilisierung der Schwimmteichmulde, z.B. durch einen leichten Betonüberwurf (Betonsandmischung) erfolgen. Dieses ist eine günstige aber trotzdem stabile Version. In anderen Bereichen wird eine Sohle mittels Beton gegossen. Grundsätzlich hat ein glatter und ebener Teichboden später im Schwimmbereich den Vorteil, dass die Pflege wesentlich einfacher und schneller geht. Auf die modellierte Schwimmteichmulde wird dann ein Vlies bzw. eine Überlappung von ca. 10 cm aufgelegt, nachdem zuvor eventuelle spitze Unebenheiten durch Steine, Wurzeln etc. mit großer Sorgfalt entfernt wurden. Auch die entsprechenden Vliese, die es in verschiedenen Varianten und Stärken gibt, z.B. zwischen 300-1000 g werden vom Fachhandel, d.h. den Anbietern von Teichfolien angeboten. Auf den Einsatz dieser Vliese sollte auf keinen Fall verzichtet werden.

Um einen übermäßigen Wasserverlust zu vermeiden, gilt von vornherein zu beachten, dass die Folie mindestens 25-30cm oberhalb des Dauerwasserspiegels enden muss und kein direkter Kontakt zum Erdreich entstehen darf (da ansonsten durch den sogenannten Kapillareffekt das umgebende Erdreich das Wasser förmlich aus dem Schwimmteich herausziehen würde). Als Kappillarsperren gibt es fertige Kunsststoffsysteme, z.B. auf Basis von recycelten Kunststoffen oder die einfache Variante, sind z.B. Rasenkantensteine bzw. ein landseitiges Betonfundament möglich. Dieses könnte mit einem Natursteinpflaster (z.B. Kopfstein) hintermauert werden.

Auch muss bei dem Einkammer/Eintopfsystem über den Regenerationsbereich entschieden werden. Diese Abtrennung kann z.B. durch sogenannte schwimmende Tauchwände, des Typs AquaGreen® Felixflosses, aber auch mit Armaflor® Röhrichtwalzen, die ggf. auf einem vorher modellierten Erdwall mit erdfeuchten Beton profiliert wird, ausgelegt werden.

Im Bodenfilterbereich sollte dann ein Gemisch aus Steinen und Lavaanteil mit einer Körnung von ca. 2,5 – 5 mm zum Einsatz kommen. Dieses sollte gemischt werden mit Zeolithe.
Die gesamte Bodenfilterstruktur hat eine Mächtigkeit von ca. 50cm und wird später mit ca. 20 m überstaut. Der Bodenfilter wird mit z.B. Armaflor®-Einzelpflanzen (Röhrichtpflanzen) oder vorkultivierten Armaflor®-Röhrichtmatten bepflanzt.

Der bereits erwähnte Kran muss selbstverständlich ausreichend konzipiert sein. Er sollte z.B. bei einem Becken von ca. 10x20m eine Ausladung von 25m und dort noch ein Gewicht von 3t ermöglichen für den Einbau der Filtermedien in den Regenerationsbereich. Den Sand kann man dann z.B. in einer sogenannten Betonbombe schnell und effektiv an den jeweiligen Einbauort bringen, anstatt hier mit Minibaggern oder sogar mit Schubkarren o.ä. Werkzeugen arbeiten zu müssen. Die Befüllung der Betonbombe mit Sand bzw. Kies kann z.B. mit einem Traktor mit Frontlader oder besser mit einem kleinen Radlader erfolgen. Auch bei dem Auslegen der Folie, wie bereits erwähnt, können die Folienlaschen dann mittels des Krans sehr schnell und effektiv zum Einsatz kommen. Der Regenerationsbereich sollte mit gewaschenem Kies 16/32 belegt werden, dabei ist darauf zu achten, das es sich um gewaschenen Kies handelt, da man ansonsten eine langwierige Trübung in das Wasser einbringt und der Kies darf nicht kalkhaltig sein, da dieses den Algenwuchs fördern würde.

Das Nitrat, welches sich im zu reinigenden Wasser befindet, wird von den Röhrichtbeständen aufgenommen. Für die Keimeleminierung und den Vierendruck, ist die Einwirkung der natürlichen UV-Strahlung durch eine entsprechend ausgedehnte Wasseroberfläche ein Bestandteil der Regenerationszone. Bei dem Bau ist darauf zu achten, dass es zu einer klaren Abgrenzung der beiden Bereiche (Regeneration und Schwimmen) kommt, damit es nicht, z.B. durch eine Verlagerung von Kiesen und Sanden im Regeneration/Schwimmbereich, zu einem klassischen Fehler im Einkammersystem zu einer Kiesverlagerung kommt. Gestalterisch können Sand und Kalktuffsteine zwar verwendet werden, aber für die Wasserqualität sind sie nicht von positivem Einfluss. Für die weitere Auskleidung sollten Rundkiese und Flussbettsteine zum Einsatz kommen.

6. Pumpen und Armaturen

Je nach Größe des Teiches muss die entsprechende Pumpenleistung ausgelegt werden.
Als Faustregel gilt, dass einmal pro Tag der gesamte Teich umgewälzt werden muss. Dementsprechend wird die Pumpe ausgelegt, wobei der Leitungsbau berücksichtigen sollte, dass man mit vor- und nachgeschalteten Armaturen, die Pumpe für eventuelle Wartungen jederzeit problemlos aus dem Leitungsystem ausbauen kann, z.B. durch vor- und nachgeschaltetete Kugelhähne. Auch die Zuleitung der Elektroversorgung und die entsprechenden Leitungsgrößen müssen von vornherein mit dem Pumpenlieferanten abgestimmt werden.

Ein weiteres Zubehör ist der sogenannte Skimmer. In den Wasserkreislauf sollte z.B. ein Rundskimmer mit eingebaut werden, der die auf der Wasseroberfläche schwimmenden Schwebeteilchen sowie Laub während der Umwälzung durch die Pumpen abfiltert. Die Wasserrückführung nach Durchlaufen des Skimmers, der Filtertechnik und der Pumpe kann dann z.B. über Quellsteine o.ä. Systeme erfolgen. Die Rückführung kann jedoch auch z.B. über hohle Baumstämme oder ein gestalteten Bachlauf (unser Favorit) erfolgen. Weiterhin wird empfohlen, dass man das Wasser direkt über den Rundskimmer und einer entsprechenden Rohrleitung in einen sogenannten Vorreinigungsgraben bei Verwendung des Zweitopfsystemes führt. Dieser Vorreinigungs- bzw. Vorfiltergraben kann dann bepflanzt werden (Details hierzu folgen später), um die Reinigungsleistung des mit Kies gefüllten Grabens, welcher ähnlich wie ein Sandfilter arbeitet, verbessert.

Bei der Wahl der Skimmer wurden bereits die Rundskimmer erwähnt. Diese werden empfohlen, da sich diese optimal an die vorhandenen Wasserstände anpassen können. Ein regelmäßiger Wartungsintervall dieser Armaturen und Filtrations- sowie Umwälzeinrichtung ist empfohlen. Hierzu sollte nach Inbetriebnahme ein Lastenheft erstellt werden, um in gewissen Routinewartungsintervallen diese relativ einfach durchzuführenden Servicegänge nicht zu vernachlässigen. Ebenfalls können Wandeinbauten aus Kunststoff oder Edelstahl oder direkt im Becken mit Skimmer erfolgen. Diese Skimmer sind jedoch max. in der Lage, Wasserschwankungen von ca. 10 – 15 cm teilweise auch nur 5 – 10 cm auszugleichen. Der durch die Pumpe erzeugte Sog, der den dünnen Wasserfilm in den Skimmer einsaugt, befördert die Pollen und anderen Teile, z.B. Laub in einen Auffangkorb. Gerade im Herbst ist hier also besonders auf die Einhaltung der Reinigungsintervalle zu achten. Bei der Auswahl des Skimmers sollte daher auch eine Rolle spielen, wie einfach man den Schwimmkorb entnehmen kann, zwecks Reinigung und Wartung.

Falls man sich für einen in den Beckenrand eingebauten Skimmer entscheidet, gilt als grobe Richtlinie, dass man ca. 1 m Länge Skimmer für eine Oberfläche von ca. 60 – 80 m² benötigt.

Die Pumpen sind so auszuwählen, dass das hohe Wasserumwälzvolumen bei möglichst geringem Stromverbrauch erfolgen kann. Die einfachste und sicherste Variante ist die Pumpe außerhalb des Teiches aufzustellen und hier vorher einen Pumpenschacht mit kompletter Verrohrung als Modul einzusetzen. Hier gibt es bereits fertige Systeme, die eine schnelle und sichere Montage zulassen (z.B. das AquaGreen®-Aquant®-System).
Weitere Informationen erhalten Sie in Kapitel 10.

Bezüglich der Sicherheit zum Schutz der Pumpe sollte vor die Pumpe auf jeden Fall noch ein Filterkorb installiert werden, um ganz sicher zu sein, dass keine zu groben Teile die Pumpe beschädigen können. Ebenfalls sollte der stromführende Bereich durch einen sogenannten FI-Schalter abgesichert werden, um Unfälle zu vermeiden. Eine zusätzliche Sauerstoffversorgung, insbesondere bei kleineren Schwimmteichen, kann durch sogenannte Sprudler erfolgen.
Üblicherweise ist bei einem Zweitopfsystem und der Wahl eines entsprechenden Filtergrabens die Kontaktfläche des Wassers, insbesondere in Verbindung mit den zu pflanzenden Pflanzen, ausreichend.

7. Gestaltung der Uferränder incl. Verweilplätze

Einen Teil der Uferränder wird üblicherweise mit Holzbauten am Ufer bzw. sogar über das Ufer hinaus auf den Teich versehen. Hierbei sollten entsprechend geeignete Hölzer, z.B. Bankerai oder die Rote Zeder (verbindungssteif und witterungsbeständig) verwendet werden.
Die Bankeraihölzer gibt es z.B. im Standard ca. in 25 mm Stärke mit Nut und Feder im gut sortierten Baustoffhandel. Auch andere Hölzer, z.B. die sogenannte Thermobuche (Dauerhaftigkeitsklasse 1/EN350-) gewährleistet Beständigkeiten wie Teakholz. Das Holz ist durch die besondere Behandlung Bakterien- und Pilzresistent und nimmt nur geringe Wassermengen auf.

Dadurch ist das Quell- und Schwindverhalten sehr gering. Es kommt durch diese Behandlung kaum zu Spann- und Rissbildung. Ebenfalls wird verhindert, dass Inhaltsstoffe wie Gerbsäure oder Harz in das Wasser abgegeben werden. Als Schutz vor der sogenannten Vergrauung, die üblicherweise nach ca. 6-12 Monaten beginnt ,werden häufig pigmentierte Öle verwendet, um den anfänglichen Braunton zu erhalten. Bei der Behandlung muss ebenfalls darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht verschmutzt wird. Transparente Öle ergeben eher einen schwarzen Farbton und bieten kein UV-Schutz, daher wird bei Behandlung mit Ölen eine Pigmentierung empfohlen. Auf jeden Fall ist dass Holz immer ausreichend zu lüften, dieses bereits bei der Konstruktion und beim Einbau zu beachten.

Ein Hauptproblem der Schwimmteiche sind Fadenalgen und die Wassertrübung sowie Wasserflöhe (weitere Informationen folgen in nachfolgenden Kapiteln).
Die Uferränder werden u.a mit Armaflor® Einzelpflanzen der Type MP5 bepflanzt.
Ebenfalls könne je nach Größe der Anlage vorkultivierte Armaflor® Röhricht-Vegetationsmatten zum Einsatz kommen.

Die Algen werden durch Nährstoffquellen, z.B. Phosphat und Stickstoff im Wachstum fossiert. Eine Maßnahme, um von vornherein gegen Algenbildung und Wassertrübung anzugehen, ist die regelmäßige Pflege durch die bereits erwähnten Skimmer und Filtration als auch Wasseraufbereitungstechniken, aber auch der direkte Pflegeeingriff in den Teich.

 

8. Algen und Pflanzen

Wie bereits in den vorangegangenen Kapiteln beschrieben, haben Algen einen besonderen Stellenwert beim Betrieb eines Schwimmteiches. Bereits während der Konzeption und Bauphase kann man hier entweder große Fehler begehen oder diese schon in einem frühen Planungs- und Auführungsstadium vermeiden.

Selbst die Auswahl der Farbe der Folie hat Einfluss auf das Wachstum von Algen. Das Algenwachstum wird bei hellblauen Folien, z.B. größer sein, als bei dunklen. Aber auch das Wasser hat einen direkten Einfluss auf das Verhalten und das Vorhandensein von Algen. Zu weiches Wasser oder niedrige Carbonathärten fördern das Algenwachstum. Das Gleiche gilt für den Gehalt als Phosphat. Man kann hier z.B. mit Chemie, aber auch mit der Zuführung von Calciumcarbonat diese Tendenzen bekämpfen. Auch der Untergrund, wie bereits erwähnt, kann sich positiv oder negativ auf das Algenwachstum auswirken. Eine regelmäßige und einfache Pflege ist ein weiteres Instrument gegen das Vorkommen von Algen.

Hierbei gibt es verschiedene Arten von Ufer- und Röhrichtpflanzen als auch sogenannten freischwimmenden Wasserpflanzen sowie verschiedene schwimmende Systeme der AquaGreen®-Produktgruppe.
Diese kann man einfach ins Becken setzen, empfehlenswerter Weise im Regenerationsbereich. Von vornherein sollte bei der Konzeption der Bepflanzung darauf Wert gelegt werden, dass man später auch hier die erforderlichen Pflegegänge einfach und problemlos durchführen können. Die Pflanzen sollen über ihre Wurzeln die Nährstoffe dem Wasser entziehen, um somit die Wachstumsgrundlage der Algen zu verhindern. Die Nährstoffe werden zu einem Teil in der sogenannten Biomasse (Blätter und Stängel) eingelagert und muss durch einen Rückschnitt (1 -2 mal pro Jahr je nach Nährstoffangebot) aus dem Teich entnommen werden. Hierfür sollten die entsprechenden Pflanzen und Pflanzsysteme gut und einfach zugänglich sein, um möglichst direkt vom Ufer aus ohne weitere Beschädigung arbeiten zu können. Würde man die Biomasse nicht regelmäßig „ernten“ würde das abgestorbene Pflanzenmaterial letztendlich wiederum auf den Teichboden sinken und somit eine neue Nährstoffquelle für Algen bieten. Im Regenerationsbereich bietet sich im Oberflächenbereich, also im schwimmenden Bereich, eine Kombination der Pflanzen Tannenwedel, Krebsschere sowie die weiße Seerose an. Diese Kombination hat sich bewährt und ist als Armaflor® Einzelpflanze verfügbar.

Auch gibt es einige Unterwasserpflanzen, die chemische Verbindungen absondern, die dazu führen, dass Plankton bildende Algen wachsen. Problemlose Unterwasserpflanzen sind die Armaflor® Einzelpflanzen, Typ Hornkraut (Creatophyl debersum). Diese Pflanze entwickelt sich in nährstoffreichem Wasser besonders gut. Sie hat walzenförmige Triebe mit einer nadelhaltigen Belaubung. Auch diese kann man in dem Regenerationsbereich verwenden. Weiter geeignet ist die kanadische Wasserpest (Dilodea canadensis). Diese Pflanze hat jedoch den Nachteil, dass sie sich nicht sehr gut in Kombination mit anderen Pflanzenarten verträgt. Bei einem zu hohen Nährstoffangebot, kann es weiterhin zu einem unkontrollierten Wildwuchs kommen. Die Pflanze ist total anspruchslos, ist aber ein sehr starker Konkurrent für andere Pflanzen, deshalb sollte diese nur bei extrem auftretender Algenbildung eingesetzt werden und dann auch nur sehr gezielt. Die Pflanze hat den Vorteil, dass sie mit wenig Licht auskommt und auch noch in 2m Tiefe selbst unter Seerosenkolonien zu finden ist. Auch die Pflanze Myreophyllum (lästiges Tausendblatt) ist in Wassertiefen von 50cm aber auch bis zu 5 m Wassertiefe zu finden. Myreophyllum specatum zieht kalkhaltiges Wasser vor. Die Myreophyllum verticillatum (quirliges Tausendblatt) gedeiht besser in kalkärmeren Wasser. Da Laichkraut (Totamogeton) eignet sich bei nährstoff- und kalkreichem Wasser, aber ebenfalls für saures Wasser. Die Pflanze gehört zur Pflanzengruppe der Potamogeton, ist anspruchslos und wurzelt auch in tiefem Wasser mit sehr großer Wuchskraft und Reinigungsleistung. Diese Pflanzen sind für den Einsatz zu empfehlen und als Armaflor® Einzelpflanzen erhältlich.

Weitere Wasserpflanzen die geeignet sind, die Hydradocharis morsus-ranea (europäischer Froschbiß) die freischwimmend an seichteren Stellen im Teich zu finden ist. Sie hat eine weiße Blüte, die zwischen Juni und August blüht. Selbst in Halbschattenlagen. Eine wie bereits erwähnt sehr empfehlenswerte Art ist die Krebsschere (Stratoides aloides), die außerhalb der Vegetationsperiode untergetaucht auf dem Gewässergrund bis zu 2 m Tiefe verweilt und im Sommer bzw. zu Beginn der Vegetationsperiode wieder an die Oberfläche kommt und eine weiße Blüte besitzt. Die Krebsschere hat sehr lange Wurzeln, die primär zur Nährstoffaufnahme und nicht zur Verankerung dient. Sie wächst sehr üppig mit sehr vielen Ablegern, hat einen max. Durchmesser von ca. 50 cm und ist für neutrale bis saure Gewässer geeignet. Die Ultricularia vulgaris (gewöhnlicher Wasserschlauch) hat sogenannte Fangblasen. Als Nährstoff dient u.a. Planton oder Mückenlarven. Sie hat nadelfeine Blätter, die sehr dekorativ sind. In den Monaten Juni/Juli bildet sie gelbe Blüten. Die Pflanze ist jedoch bei Neuanlagen ungeeignet und kann erst nachträglich nach einem funktionierenden Umfeld eingesetzt werden. Die gewöhnliche Seekanne (Nymphoides paltata) breitet sich rasch durch hohe Wuchskraft aus, obwohl sie gerade am Anfang sehr zierlich ist.

Der Vorteil der Seerosen ist die unermüdliche Blütenbildung, die sehr lange blühen und sehr farbenfroh sind. Neben den umfangreichen Seerosen, die teilweise sehr aufmerksam und pflegeintensiv etabliert werden müssen, empfehlen wir einige Arten, die sich im Einsatz bewährt haben. Hierzu gehört:
Nymphaea tetraguna (Zwergrose) oder Nymphaea cultivars. Diese brauchen immer einen sehr nährstoffreichen Untergrund und einen Standort mit mind. 6 Stunden Sonne am Tag. Falls diese Standortbedingungen nicht eingehalten werden, ist die Blütenbildung unbefriedigend. Die Pflanzen müssen in Gefäße mit Spezialerde und einer eventuellen Nachdüngung eingesetzt werden. Damit die Erde aus den Gefäßen nicht ausspült, bietet dass Armaflor® Einzelpflanzenprogramm schon vorkonfektionierte Pflanzenkörbe, mit integriertem Kokosfilter an, der dafür Sorge trägt, dass das Substrat nicht ausgewaschen wird. Eine weitere Art ist die sehr verbreitete Nymphaea alba (weiße Seerose) die in nährstoffreichen Gewässern zum Einsatz kommen kann, jedoch sich schwer im Kies und Schotter hält. Vorrangig sind hier lehmige Substrate erforderlich. Sie besitzt eine lange tagoffene Blüte und toleriert Wassertiefen zwischen 1 – 1,5m in Sonderfällen bis 3 m. Auch Wasserschwankungen sind tolerierbar, insofern ist diese Art auch im Regenerationssystem gut einsetzbar. Die gelbe Teichrose (Nuphar lutea), meistens in Kombination mit der Nymphea alba zu treffen, toleriert Wassertiefen von ca. 1m in schlammigen und gut durchwurzelten Substraten. Sie besitzt eine kuglige dottergelbe Blüte, hat jedoch Probleme, wenn während der Etablierungsphase zu viele mechanische Einflüsse, z.B. durch Windstrichwellen die Pflanze unter Stress setzt. Falls sie dann nicht hier vor geschützt wird, wird sie nicht an der Wasseroberfläche erscheinen.

Für die Uferrandbepflanzung kommen Armaflor® Einzelpflanzen, Typ MP5, gezogen in einem Erd-Kokos-Substrat und einem 5x6cm großen Topfballen zum Einsatz. Für die Wassertiefen bis ca. 20-30 cm werden hier folgende Arten verwendet: Phragmites australis (Schilf). Diese Pflanze eignet sich besonders gut zur Reinigung von Wasser. Weiterhin der sogenannte Rohrkolben, Typha angustifolia/Typha latifolia als auch Typha minima.
Dekorativ und trotzdem sehr nützlich für die Verbesserung der Wasserqualität ist die Schwertlilie, Iris pseudacorus. Weiterhin sind Seggen, insbesondere die Carex gracilis als auch die Carex pseudacyperus für eine Uferrandbepflanzung zu empfehlen. Diese Pflanzen werden im amphibischen Bereich, d.h. im Flachwasser bis leicht feuchten Bereich gepflanzt. In einer Wassertiefe von 20 -40 cm ist ebenfalls die für ihre hohe Reininigungskraft bekannte Binse Scirpus lacustris zu verwenden.

Pflanzen des Armaflor® Einzelpflanzenprogramms, wie z.B. die Schwanenblume (Butomus umbelatus) oder der Igelkolben (Sparganium erectum) dienen zur Dekoration und optischen Aufwertung des Teichrandes. Falls die Platzverhältnisse eingeschränkt sind, aber auch in Fällen, wo z.B. Betonteichränder möglichst optisch das Bild nicht beeinflussen sollen, bieten sich Teichrandbegrünungssysteme aus dem AquaGreen® Programm an. Hier z.B. die schwimmenden Röhrichtdecken,

die es in verschiedenen Formen gibt. Bei größeren Teichanlagen, können diese Röhrichtdecken ebenfalls in kombinierbaren Einzelelementen der Größe 1,18 x
2,50 m auf die Wasseroberfläche aufgebracht werden.

Dieses bereits vorkultivierte und sofort nach Wässerung reinigunsaktive System, gibt es für kleinere Teiche auch als sogenannte runde Teichinseln, im Durchmesser von 50 und 75 cm. Neben der sofortigen Einsatzmöglichkeit haben diese schwimmenden Röhrichtdecken den Vorteil, dass man für den Rückschnitt der Biomasse diese mit wenig Aufwand an das Ufer ziehen kann, um diese Arbeiten von hier aus problemlos durchzuführen.
Weitere Informationen hierzu erhalten Sie unter dem Punkt 10.

9. Kosten

Wie die vorangegangenen Informationen ergeben haben, sind die Gestaltungsmöglichkeiten, Größen und Ausrüstung sehr vielfältig und variantenreich. Daher können hier nur nachfolgend einige sehr grobe Kostenangaben erfolgen, um eine Kostentendenz aufzuzeigen.

Bei einem Schwimmteich der Größe von ca. 7 x 21 m und einer Wassertiefe, an der tiefsten Stelle von ca. 1,80 m, ergibt sich ein Regelwert von ca. 100,00-150,00 €/m². Also ca. 15.000 – 22.000 € an Investitionskosten. Für einen entsprechenden Teich beträgt der Erdaushub ca. 400m³. Je nach eigenen Möglichkeiten kann dieser Wert nach oben oder Unten variieren, z.B. durch den Anteil der Eigenleistung. Bei exklusiven Ausstattungen, z.B. auch der Teichränder mit entsprechenden Ruhezonen etc., können die Investitionskosten für einen entsprechend exklusiv ausgerüsteten Schwimmteich bei 100m² im Bereich von 40.000-50.000 € liegen. Die vorangegangenen Kapitel haben die Möglichkeiten nur grob dargelegt.
Für die weitere Detailplanung ist entweder ein qualifizierter Garten- und Landschaftsbaubetrieb zu Rate zu ziehen oder ein entsprechendes Planungsbüro, zum Beispiel einen Landschaftsarchitekten. Für den Schwimmteich Eigenbau sind ebenfalls entsprechende weitere Informationen erhältlich. Insbesondere bei der Auswahl und Beschaffung der Pumpen und Armaturen sollte der Fachhandel vor Ort als kompetenter Gesprächspartner ausgewählt werden, wenn man sich dazu entschließt, einen Schwimmteich mit einem hohen Grad an Eigenleistung zu bauen.

Die Problematik der kontinuierlichen Aufrechterhaltung der Wasserqualitäten und der Vermeidung von Algenbildung, ist ebenfalls erforderlich, dass ein kompetentes Vegetationskonzept mit entsprechend geeigneten Komponenten, die Sie von unserem Unternehmen erhalten können eingesetzt wird, damit Sie auch nach mehrjährigem Betrieb ihres Schwimmteiches Freude an dieser nicht unerheblichen Investition besitzen.
Hierzu gehört auch ein entsprechendes Pflege- und Monitoringkonzept, welches BG-Service® anbietet. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gerne.

10. Weitere Informationen und Nachschlagewerke

Für weitere Informationen und Empfehlungen für den Bau von privaten Schwimm- und Badeteichen können Sie z.B. bei der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e.V. (FFL, Kolmantstraße 32 in 53115 Bonn, Tel: 0228-690028, Fax: 0228-690029 oder E-mail: mailinfo@ffl.de (Web: www.ffl.de) Daten anfordern.

Ein weiterer Ansprechpartner ist die deutsche Gesellschaft für naturnahe Badegewässer e.V. Anschrift: Bei der Ratsmühle 14, 21305 Lüneburg, Tel: 07000-7008787, Fax: 7008786, E-mail: info@badeteiche.de (Web: www.badeteiche.de) anfordern.

Gerne können Sie unsere kostenlose Produktinformationen mit vielen weiteren Informationen auf CD-ROM per E-Mail bestellen über unser Katalogformular bestellen.